Interessengemeinschaft "Gemeinsam Leben" e.V.

 

 

 

Man kann in dieser Welt, wie sie ist, nur dann weiterleben, wenn man zutiefst glaubt, 
dass sie nicht so bleibt, sondern wird, wie sie sein soll.

 

Carl Friedrich von Weizsäcker


Wir wollen dazu beitragen, dass sich Menschen, die anders sind, in unserer Mitte wohl fühlen:

  • Umwelt auf einfachste Weise nahe bringen
  • Fortbewegung und Lageveränderung ermöglichen
  • Wahrnehmen können durch Haut- und Körperkontakt
  • Ohne Sprache verstehen und zuverlässig versorgen



Allgemeine Ziele und Aufgaben


Die Tagesstätte versteht sich als Ort der ganzheitlichen Entwicklungsförderung für Jugendliche und Erwachsene mit schwerst mehrfachen Behinderungen.

Grundlagen bilden das SGB XII (Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen) in Verbindung mit dem SGB IX und die Satzung der Interessengemeinschaft "Gemeinsam Leben" e. V.

Aufgabe der Tagesstätte ist es, schwerst mehrfach behinderten Menschen nach der schulischen Betreuung ihre sozialen Bezüge im Elternhaus zu erhalten, den pflegenden und betreuenden Familien ein relativ normales Leben zu ermöglichen und sie vor Isolation und Überforderung zu schützen und den von Behinderungen betroffenen Menschen einen sinnvollen Lebens- und Erlebnisrhythmus zu geben. Ziel ganzheitlicher, individueller Entwicklungsförderung ist es, unter Berücksichtigung aller Einschränkungen größtmögliche Autonomie für den betroffenen Menschen zu erreichen.

Dabei orientiert sich die lebensbegleitende Förderung nicht an allgemeinen Normvorgaben oder Bedürfnissen Dritter. Sie respektiert den Erfahrungsschatz und das Erwachsensein schwerstbehinderter Menschen und berücksichtigt ihre vorhandenen Entwicklungstendenzen und -aktivitäten.



Personenkreis


Die Tagesstätte wird von Menschen mit schwerst mehrfachen Behinderungen ab 18 Jahren besucht, die wegen ihrer komplexen Beeinträchtigung aller Erlebnis- und Ausdrucksmöglichkeiten (erhebliche Einschränkungen oder Veränderungen der emotionalen, kognitiven, körperlichen, sozialen, sensorischen, motorischen und kommunikativen Fähigkeiten) langfristig nicht an Rehabilitationsmaßnahmen in einer WfbM teilnehmen können.

Sie benötigen in ihrer umfassenden und elementaren Abhängigkeit intensiver individueller lebensbegleitender Förderung. Daher gewinnt Einzelzuwendung/ Einzelförderung eine große Bedeutung.

Heilpädagogisch ausgebildete MitarbeiterInnen begleiten die zu betreuenden Menschen.

Bei Interesse auf Aufnahme in die Tagesstätte lassen sie sich bitte vom Sozialamt des Landkreises Müritz beraten.



Kurzbeschreibung des Tagesablaufs


Der Tag beginnt mit dem Abholen der Personen durch beauftragte Fahrdienste.

Nach der Ankunft erfolgt ein Lagewechsel. Ein Begrüßungsritual erleichtert die Orientierung und dient der Kontaktaufnahme und der Einstimmung auf den Tag.

Danach wird ein Frühstück eingenommen. Dabei können die therapeutische Unterstützung der Nahrungsaufnahme, die Wahrnehmungsförderung im Mundbereich und der Aufbau sowie die Fortführung von Eß- und Trinkaktivitäten von Bedeutung sein. Nach der notwendigen Körperpflege bestimmen Angebote in den Bereichen

  • Lagewechsel und Bewegung
  • Entwicklungsanaloge Wahrnehmungsförderung
  • Kommunikative Förderung
  • Beteiligung an Alltagsaktivitäten
  • Erweiterung der Aktivitäts- und Erfahrungsmöglichkeiten
  • der Witterung angemessener Aufenthalt im Freien

den Tages- und Wochenablauf.

In der Mittagszeit erfolgt die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Mittagessens.

Der Zeitraum danach ist geprägt von Ruhe, Entspannung und selbstgewählter Beschäftigung.

Ein Verabschiedungsritual lässt die gemeinsam verbrachte Zeit ausklingen und stimmt auf die Fahrt nach Hause ein.

Die Tagesbetreuung erfolgt von 8 - 14 Uhr ( Fahrzeiten kommen hinzu ).